Exterior Design - 5. Mai 2020
Zuhause im Paradies

Wenn die Coronavirus-Krise schon zumindest teilweise die Urlaubspläne durchkreuzt, warum nicht sozusagen direkt vor der eigenen Haustür Ferien machen? Zumal ein Naturbadeteich und eine darauf abgestimmte Gartengestaltung aus jedem Garten eine grüne Insel der Erholung machen.

E in Ort der Beschaulichkeit – und vor allem eine absolut Coronavirus-freie Zone der Entspannung: Mehr denn je bedeutet der eigene Garten, das kleine Paradies direkt vor der eigenen Haus- oder Terrassentür, für viele Menschen ein erhebliches Plus an Lebensqualität. Denn in Zeiten wie diesen – geprägt von eingeschränkter Bewegungsfreiheit, allerlei berechtigten Sorgen um die eigene Existenz bzw. der großen Ungewissheit, ob heuer überhaupt ein Urlaub möglich sein wird – sind diese großen und kleinen „Inseln der Ruhe“ zu wichtigen Rückzugsorten geworden. Ganz nach dem Motto: „Mein Haus, mein Garten!“

Ob nun mit stillen Ecken zum Ausspannen, verwunschenen Fleckchen mit vielen Blumen oder als weitläufiges Areal, in dem die Kinder nach Herzenslust  sorgenfrei toben können. Ob als ausgesprochene Ruheinsel oder auch als ein Ort, an dem durch fleißige Arbeit eigenes Obst und Gemüse gedeihen:  Die Gestaltungsmöglichkeiten sind jedenfalls vielfältig und individuell planbar. Und dabei lässt sich mit einigen gut überlegten Handgriffen und professioneller Beratung auch auf kleinerem (Grün-)Raum sehr viel bewirken.

Doch bei der Neugestaltung eines Gartens stoßen auch die besten Hobbygärtner leicht an ihre Grenzen. Insofern ist es unter Umständen doch hilfreich und zielführend, auf Profis zu vertrauen. Zahlreiche heimische Unternehmen haben sich auf die Bereiche Gartengestaltung und Gartenarchitektur spezialisiert. Sie stehen in der Coronavirus-Krise erst recht sozusagen „Harke bei Fuß“.

Ökologisch bewusst Baden und Planschen  

Ein Trend, der schon seit einigen Jahren an Bedeutung gewonnen hat, ist nun umso mehr in den Fokus der Planer gerückt: Wasserflächen und Naturschwimmteiche erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Zumal ein professionell angelegter Badeteich die Möglichkeit bietet, sich im eigenen Garten abzukühlen bzw. sich sportlich zu betätigen und gleichzeitig vollständig auf Chemie zu verzichten. Derartige Bio-Pools sind nämlich die perfekte Symbiose aus Gartenteich und Schwimmbecken. Dass diese besondere Art von grüner Oase dem Garten zudem einen ansprechenden und natürlichen Charakter verleiht, ist ein weiterer Vorzug von Naturbadeteichen.

Oberstes Gebot bei der Entscheidung für einen Schwimmteich ist aber das Wissen darum, dass es sich hierbei um ein kleines Ökosystem handelt. Die Natur übernimmt die Reinigung des Wassers, weshalb der Teich zwei Zonen umfasst: einen üblicherweise etwas tieferen Badebereich und eine flachere Klärzone. Hier filtern spezielle Pflanzen, etwa diverse Schilfarten und Seerosen, die überzähligen Nährstoffe aus dem Wasser und sorgen so für ein sauberes, kühles Nass.

Dass diese Komposition aus klarem Wasser und Pflanzenbestand auch noch richtig schön aussieht, ist sozusagen nur der gewünschte Nebeneffekt. Denn im Vordergrund steht der Grundgedanke: Kein Chlor, kein Ozon – und damit keine Chemie!

Das Rundherum prägt den Wohlfühlfaktor

Ganz unabhängig davon, ob nun ein solcher Naturbadeteich das zentrale Element eines neuen Gartens ist oder ob eine andere, vielleicht auch kleinere Gartenfläche neu gestaltet oder umgestaltet wird: Ein schöner und dichter Rasen gehört ebenso fix zum natürlichen „Wohnzimmer“ Garten dazu. Ob Rollrasen oder Neuaussaat: Wichtig ist, dass die Rasenfläche auf einem gesunden Boden ruht, um sattgrün sprießen zu können.

Und auch weitere Gestaltungselemente machen einen Garten aus – etwa Umrandungen, Wege und Terrassen. Dabei ist neben hochwertigen Fliesen bzw. Naturstein vor allem das Holz wieder in den Mittelpunkt des Interesse geraten. Auch in diesem Bereich ist die Auswahl schier unüberschaubar groß. Das können klassische Holzböden sein, andererseits aber auch „Holzfliesen“, die etwas preiswerter und leicht austauschbar sind. Entscheidend sollte dabei noch immer das jeweilige Einsatzgebiet im Garten sein, doch Holz bzw. Holzdielen in Holzoptik harmonieren auch perfekt mit einem Schwimmteich.

Langlebigkeit und Struktur im Garten

Im Gegensatz zur Bodengestaltung geht der Trend bei den Geländern weg von oft schwerfällig wirkenden, dunklen Holzkonstruktionen und nun vermehrt hin zu „leichteren“ Materialien wie Aluminium und Edelstahl. Diese sind sehr wetterfest und müssen dank einer speziellen Beschichtung nicht in periodischen Abständen gestrichen werden, wie es etwa bei klassischen Holzkonstruktionen der Fall ist – es sei denn, der Kunde wünscht verwittertes Holz, das auch als optischer Anreiz eingesetzt werden kann.

Ob blickdichte Begrenzungen, Verstrebungen oder verglaste Geländer – die Kombinations- bzw. Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. Ähnliches gilt für Edelstahl, der bei der Gartengestaltung ebenso vermehrt zum Einsatz kommt. Aber nicht nur bei den Geländern und Verstrebungen, sondern auch bei Vordächern, Pergolen oder anderen (Teil-)Überdachungen – und das meist in Verbindung mit hochwertigen Glaselementen. Auf diese Weise können im Garten sogar richtige „Wohnbereiche“ geschaffen werden. Denn: Wenn schon im Garten statt am Strand – in einem schön gestalteten „natürlichen Wohnzimmer“ lässt sich der Sommer ebenso perfekt genießen. Und das, ohne sich über  etwaige Reisebeschränkungen Gedanken machen zu müssen.