Bautipps - 2. Dezember 2018
Wohlfühlen mit gesundem Wohnklima

Die eigenen vier Wände als Ort der Entspannung und des Wohlfühlens: Entscheidend hierfür ist das gesunde Wohnklima, das von der richtigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit ebenso abhängt, wie von den verwendeten Materialen – etwa bei den Böden.

Wer sich in seinem Zuhause wohlfühlen möchte, muss einiges beachten. Wichtig sind dabei etwa Parameter wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Richtige Temperatur

Mittlerweile ist hierzulande der Winter angekommen. Die Heizungen werden hochgedreht. Zu hohe Raumtemperaturen steigern jedoch nicht nur das Erkältungsrisiko: Sie kosten eine Menge Energie und Geld. Pro Grad weniger spart man im Schnitt um die sechs Prozent Heizkosten, sagen Experten.  Die perfekte Raumtemperatur in Räumen, in denen man sich tagsüber aufhält, sollte darum im Idealfall zwischen 20 bis 23 Grad Celsius liegen. Auf keinem Fall aber darüber.

Richtige Luftfeuchtigkeit

Auch eine ideale Luftfeuchtigkeit ist wichtig. Ideal heißt, wenn sie weder die Gesundheit negativ beeinflusst, noch an der Bausubstanz Schaden anrichten kann. Sowohl eine zu hohe, als auch eine zu niedrige Raumfeuchtigkeit wirkt sich negativ auf die menschliche Gesundheit aus. Außerdem kann sich bei zu viel Wasserdampf in der Luft an kalten Stellen im Raum Kondenswasser sammeln, wodurch es zur gefürchteten Schimmelbildung kommen kann. Schimmel ist nicht nur ein unschöner Makel.  Die Sporen des Schimmelpilzes sind auch gesundheitsschädlich.

Doch auch das umgekehrte Phänomen ist schädlich: Enthält die Raumluft nämlich zu wenig Feuchtigkeit, führt das zu Haut- und Schleimhautreizungen. Die Augen röten sich und beginnen zu tränen. Die Nase wird trocken und bei dauerhaft niedriger Feuchte werden die Immunkräfte so geschwächt, dass es vermehrt zu Erkältungen kommt.

Gerade auch aufgrund dieser gesundheitlichen Risiken   ist es notwendig, sowohl bei einem zu niedrigen als auch bei einem zu hohen Feuchtigkeitsgehalt in der Luft Gegenmaßnahmen zu ergreifen, etwa einen Raumluft-Befeuchter aufzustellen.

Regelmäßiges Lüften

Regelmäßiges, kurzes Stoß- oder Durchzug-Lüften sorgt außerdem schnell für die nötige Frischluftzufuhr. Wer nicht über die Zeit und Gelegenheit verfügt, regelmäßig und mehrmals am Tag die Fenster zu öffnen, sollte überlegen, eine Lüftungsanlage einbauen zu lassen. Sie sorgt für gleichmäßigen und kontrollierten Luftaustausch und eine hygienische Luftwechselrate. Die in unterschiedlichen technischen Ausführungen erhältlichen Systeme reduzieren die Konzentration von Kohlendioxid und Feuchtigkeit in der Raumluft, schützen die Räume vor Schäden und Schimmel und helfen zudem im Winter beim Energiesparen.

Auch Zimmerpflanzen sorgen für ein besseres Raumklima. Und wenn nichts mehr hilft, dann gibt es spezialisierte Unternehmen, die Probleme mit der richtigen Luftfeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden schnell und unkompliziert lösen.

Für die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen gibt es übrigens Orientierungswerte. Hier werden in der Regel 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte empfohlen. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich dabei ganz einfach mit einem handelsüblichen Hydrometer messen. Und auch wenn diese Geräte nicht so genau messen wie die Ausrüstung eines Profis, so geben sie doch eine gute Orientierungshilfe, ob in Sachen Raumluft daheim alles im grünen Bereich ist.

Die Wahl der Böden und der Wandfarben

Nicht zuletzt die Auswahl der Böden ist entscheidend für den Wohlfühl-Faktor in den eigenen vier Wänden. Die Profis in diesem Bereich beraten die Kunden, was die jeweiligen Besonderheiten angeht, sei es von Fließen-, Holz- oder Laminatböden.

Auch die Farben, in denen die Wände gestrichen werden, und die Art, wie Wohnräume eingerichtet sind, haben maßgeblichen Einfluss auf das Wohlbefinden in den jeweiligen Räumen. Wer seinen Wohnraum streicht, sollte die Wirkung der einzelnen Farben bedenken. Auch hierbei können Profis optimal beraten.