Interior Design - 31. Juli 2017
Wellnessoase für zuhause

Die Nasszelle war gestern! Heute wird das Badezimmer immer häufiger nicht nur als Ort zum Waschen oder Zähneputzen gesehen, sondern als eine Oase der Ruhe und Entspannung.

Wasserhahn, Becken und WC –  jeder kennt die Hauptelemente eines funktionalen Badezimmers. Aber was macht ein schönes Bad wirklich aus? Recht einfach kann mit der richtigen Kombination aus Farben, Materialen und Formen ein zweckmäßiges Standardbad in ein individuelles Traum-Bad verwandelt werden. Denn bei drei Jahren, die Mann und Frau durchschnittlich im Laufe eines Lebens in diesen vier Badezimmer-Wänden verbringen, sollte der Wohlfühlfaktor nicht zu kurz kommen. Mit simplen Accessoires kann das Bad dekorativ aufgewertet werden. Vom schicken Kosmetikspiegel bis hin zum praktischen Handtuchhalter sorgen raffinierte Einrichtungsakzente für ein aufgeräumtes und gemütliches Ambiente. Mit einer kleinen Sauna oder einer Whirlpool-Badewanne dazu ist die Wellnessoase für Zuhause komplett.

Dusche oder Badewanne?

An dieser Frage führt beim Neubau oder Renovieren der eigenen vier Wände kaum ein Weg vorbei. Wenn einem nicht das knappe Platzangebot die Entscheidung abnimmt, spielen die persönlichen Badegewohnheiten eine wesentliche Rolle: Während manchen die sprichwörtliche Fünf-Minuten-Dusche genügt, bevorzugen andere ein ausführliches Entspannungsbad. Fällt die Wahl auf eine Duschkabine, können kleine Details – wie etwa ein Duschkopf mit unterschiedlichen Strahlenarten –  für angenehme Nebeneffekte sorgen. Für alle jene, die ein Bad als ruhigen Rückzugsort schätzen, eignet sich besser eine Badewanne. Hier reicht das Angebot von freistehenden bis hin zu eingebauten Wannen in allen Formen. Immer beliebter werden Whirlpool-Badewannen, da sie sich nach jedem stressigen Arbeitstag als ein Ort maximaler Entspannung erweisen. Zusätzlich helfen die zahlreichen Luftdüsen u.a. bei Rückenschmerzen oder Schlafstörungen.

Farben, Fliesen oder doch besser Naturstein?

Maßgebend für die optische Wirkung und Gestaltung eines Badezimmers ist die Wahl der Wandmaterialien. Eine von vielen Möglichkeiten ist die Wandfarbe: Spezialfarben, die gegen Feuchtigkeit und Schimmel resistent sind, stellen eine gängige Alternative zu den herkömmlichen Fliesen dar.  Außerdem lässt sich damit dem Bad eine persönliche Farbnote verleihen.

Klassische Fliesen haben hingegen einen traditionellen Vorteil: Durch die enorme Vielfalt an Fliesen, können die Wände individuell und günstig (ca. 20 Euro pro Quadratmeter) gestaltet werden. Wer sich jedoch auf eine qualitativ höhere Stufe begibt, sollte einen Preisvergleich mit dem hochwertigen Naturstein wagen. Natursteine wie z.B. der Grödner Porphyr Layon werden in Südtirol abgebaut und verarbeitet. Es sind Naturprodukte, die über mehrere Millionen Jahre zustande gekommen sind und eine enorme Kraft in sich tragen. Jeder einzelne Stein wurde von der Natur geformt und ist damit ein beständiges Unikat, das sich besonders gut für die Bodenheizung eignet. Neben Boden- und Wandplatten wird Naturstein beispielsweise auch für massive Waschbecken und Duschtassen verwendet, um ein komplettes Natursteinbad zu erhalten. Selbstverständlich sind den Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Materialen keine Grenzen gesetzt.

Sauna oder Infrarotkabine?

Für den ultimativen Wellness-Tempel zuhause ist eine Sauna unabdingbar. So lässt es sich bei Temperaturen von 80° bis 90° Celsius ordentlich schwitzen, entspannen – und schon fühlt man sich nach weniger als 20 Minuten wie neu geboren. Eine gängige Alternative zur herkömmlichen Sauna ist die Infrarotkabine. Hier liegen die Temperaturen bei etwa 45° bis 65° Celsius, denn im Gegensatz zur Sauna heizen Infrarotstrahlen den Körper von innen auf. Beide Kabinen fördern durch Wärme die Durchblutung, den Kreislauf und den Stoffwechsel. Somit wird die Gesundheit allgemein gestärkt. Für Menschen mit Kreislaufproblemen ist eine Infrarotkabine aufgrund der sanften Bestrahlung besser geeignet.