Bautipps - 19. Mai 2019
So bringen Sie Einbrecher zur Verzweiflung

Die eigenen vier Wände so einbruchsicher wie möglich gestalten? Diesen Wunsch haben wohl viele von uns. Mit einfachen, aber wirksamen Maßnahmen kann dieses Ziel aber auch wirklich erreicht werden.

Im Herbst und Winter haben Einbrecher Hochsaison. Doch wie Beispiele aus der aktuellen Chronikberichterstattung immer wieder zeigen, sollte man sich auch in der derzeitigen wärmeren Jahreszeit, in der die Tage länger sind, nicht  zu sicher sein, dass nichts passieren kann – jedenfalls dann nicht, wenn man nicht die notwendigen Vorkehrungen getroffen hat. Denn zwei Tatsachen sind fast so sicher wie das Amen im Gebet: Absolute Sicherheit vor Langfingern wird es nie geben. Aber – und auch das ist eine Weisheit, die heute mehr denn je zutrifft – man kann die eigenen vier Wände so ausstatten, dass es Einbrecher möglichst schwer haben, in das Objekt der Begierde zu gelangen.

Einbrecher sind von Natur aus ungeduldig

Damit ist bereits ein wichtiger Faktor angesprochen: die Zeit. Denn Einbrecher mögen vielleicht in manchen Fällen Nerven wie Drahtseile haben, doch eines haben sie garantiert nicht: zu viel Zeit. Einbrüche geschehen, sofern Profis am Werk sind, meist in Sekundenschnelle.

Deutsche Kriminologen wollen sogar herausgefunden haben, dass Profis meist nur zehn Sekunden benötigen, um alle baulichen Hürden zwischen außen und innen zu überwinden. Wenn die Täter zu lange an einer bestimmten Stelle aufgehalten werden, dann steigt für sie das Risiko, ertappt zu werden – und damit die Chance für die Wohnungseigentümer, dass die Einbrecher unverrichteter Dinge das Weite suchen müssen. Dann gibt es möglicherweise Schäden an Fenstern oder Türen, was an und für sich bereits lästig genug ist: Aber zumindest sind dann alle Wertgegenstände noch da.

Einbrecher hassen „Nebengeräusche“

Die Zeit ist eine wichtige Hürde, die Einbrechern den Spaß grundlegend verderben kann. Der andere ist Lärm. Wenn die Wohnung oder das Haus nicht mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet ist, dann schaffen es Verbrecher meist nicht nur sehr schnell, sondern auch weitgehend lautlos in das Innere. Anders sieht es aus, wenn einbruchsichere Türen, widerstandsfähige Fenster und eine geeignete Alarmanlage eingebaut sind.

Dann wird der Einbrecher vermutlich über kurz oder lang ebenfalls in das Gebäude gelangen. Aber dies wird garantiert nicht ohne Nebengeräusche geschehen. Auch das ist wiederum ein erheblicher Risikofaktor für jeden Einbrecher, dem es ein Anliegen ist, nicht von der nächstbesten Polizeistreife geschnappt zu werden.

Diese beiden Faktoren sollte jeder Bauherr bzw. Hauseigentümer im Hinterkopf behalten, wenn es um das Thema Einbruchsschutz und Sicherheit des Eigenheims geht. Es gibt eine Reihe von Fachunternehmen, die sich auf exakt diesen Bereich spezialisiert haben: Einbrechern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Lassen Sie sich in dieser Hinsicht ausführlich beraten. Denn etwas mehr investiertes Geld am Beginn kann sich im Nachhinein bezahlt machen, wenn Einbrecher tatsächlich abgeschreckt worden sind. Jeder, der schon einmal einen Einbruch erlitten hat und anschließend verzweifelt nach dem entwendeten Bargeld und Erbschmuck gesucht hat, wird wissen, wovon an dieser Stelle die Rede ist.

Das Thema Sicherheit ist im Bereich der eigenen vier Wände dabei immer ein Zusammenspiel diverser Faktoren. Zum einen geht es nämlich darum, bestehende Elemente so einbruchsicher wie möglich zu gestalten. Das betrifft vor allem Türen und Fenster, denn sie sind die Lieblingseintrittsorte von Verbrechern. Moderne Haus- und Wohnungstüren sowie Fenster sind mit einem hohen Einbruchschutz ausgestattet. Fragen Sie Ihren Berater danach! Doch auch ältere Modelle können mit recht einfachen Mitteln sicherer gemacht werden.

Zum anderen ist eine Überwachung des eigenen Grundstücks bzw. der eigenen Wohnung fast schon unerlässlich. Die gute alte Alarmanlage ist bis heute eine Art Versicherung gegen Einbrecher – auch deshalb, weil sich technologisch sehr viel getan hat. Moderne Alarmanlagen sind mit Videoüberwachung verbunden bzw. lassen sich übers Smart-Home-System per Smartphone oder Tablet steuern. Dass es dann auch noch so kleine und effiziente Helferlein gibt  wie Lautsprecherboxen, die per Zeitschaltung nicht nur Musik einschalten, sondern auch Schattenbilder an die Wand projizieren, ist noch ein Detail am Rande. Alles gemeinsam sorgt zwar nicht für absoluten Schutz (den wird es nie geben), lässt aber Einbrecher seufzen – und Sie ruhiger schlafen!