Exterior Design - 1. März 2020
Sicher im eigenen Heim

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Der Wunsch, die eigenen vier Wände so einbruchsicher wie  möglich zu gestalten, gehört zu den Prioritäten eines jeden Bauherren, Hauseigentümers oder Mieters. Oft reichen  wenige, einfache Maßnahmen, um gefürchtete Langfinger abzuschrecken.

Etwa die Hälfte der in Südtirol jährlich  angezeigten Straftaten, sind Diebstähle. Das bezeugt eine Studie des Landesstatistikinstituts ASTAT aus dem Jahr 2017. Der Wunsch, sein  Eigenheim so einbruchsicher wie möglich zu gestalten,  ist von daher durchaus nachvollziehbar. Wer hier die richtigen Maßnahmen kennt, hat in puncto Sicherheit  einen Vorteil.  Absolute Sicherheit vor Langfingern wird es zwar nie geben. Aber man kann die eigenen vier Wände so ausstatten, dass es Einbrecher möglichst schwer haben, in das private Heim zu gelangen.

Einbrecher haben es eilig

Wenn es darum geht, das Eigenheim so sicher wie möglich zu gestalten, ist es wichtig, die folgenden zwei Faktoren zu bedenken: Einbrecher haben nur wenig Zeit und wollen so wenig Aufmerksamkeit wie möglich erregen.

Je länger nämlich ein Einbrecher braucht, sich Zugang zu einem Gebäude zu verschaffen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, entdeckt zu werden. Lösen  Langfinger dann auch noch Lichter aus oder erzeugen Geräusche, ist es gut möglich, dass sie lieber unverrichteter Dinge das Weite suchen. Oftmals reicht dafür schon eine Lampe am Eingangsbereich, die auf Bewegung reagiert, oder eben eine Alarmanlage.

Das bedeutet also:  Wenn einbruchsichere Türen, widerstandsfähige Fenster und geeignete Alarmanlagen eingebaut sind, lassen sich Einbrecher oft schon im Vorfeld abschrecken. Und auch wenn nicht, können die zeitnahen Signale einer Alarmanlage Hilfe rufen. Das sollte jeder Bauherr bzw. Hauseigentümer im Hinterkopf behalten, wenn es um das Thema Einbruchsschutz und Sicherheit des Eigenheims geht.

Alarmanlagen: Die unsichtbaren Aufpasser

Das zentrale Instrument, um Einbrecher vom Eigenheim fernzuhalten oder im Ernstfall abzuwehren, ist seit jeher die Alarmanlage. Sie ist bei der Überwachung des eigenen Grundstücks oder der eigenen Wohnung schon fast unerlässlich geworden. Vor allem die modernen Formen der Alarmanlage sind sehr gut ausgereift. Sie erkennen beispielsweise mithilfe einer Infrarotschranke einen Eindringling und aktivieren automatisch den Alarm. Aber auch weitere Smart-Home-Funktionen, die der Eigentümer oder Hausherr per Handy oder Tablet überwachen und steuern kann, gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Beispielsweise bieten moderne Alarmanlagen fast immer auch Videoüberwachung. Aber auch Lautsprecherboxen, die per Zeitschaltung nicht nur Musik aktivieren, sondern auch Schattenbilder an die Wände projizieren können, sind funktionelle Abschreckungsmittel gegen potenzielle Langfinger.

Schwachpunkt Fenster und Türen

Diese Diebstahlvorsorge gilt nicht nur für Neubauten. Wer keine großen Umbauarbeiten auf sich nehmen will und trotzdem das Eigenheim in puncto Sicherheit auf den neuesten Stand bringen will, kann das auch durch kleine Tricks tun. Hier kann Expertenrat weiterhelfen. Wichtig zu wissen ist, dass die Schwachpunkte eines Hauses immer die Fenster und Türen sind. Diese können ohne großen Aufwand verstärkt werden. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, Fenstergitter einzurichten, oder aber die Fenstergriffe einbruchsicher zu gestalten.  Und wer sich gut ausrüstet, schläft nachts bestimmt ruhiger.