Bautipps - 1. September 2019
Natürlich heizen – der Umwelt zuliebe!

Biomasse boomt: Wer in den eigenen vier Wänden auf erneuerbare Energien Wert legt, der ist mit einer modernen Wärmepumpe bzw. mit einer Pelletsheizung  auf jeden Fall gut beraten.

Zurück zum Holz als Energiequelle: Das gilt in Südtirol aktuell mehr als anderswo, denn das Bewusstsein für Biomasse ist stark gestiegen. Holz erlebt im gesamten Bausektor eine Hochkonjunktur – und das nicht erst seit den schlimmen Waldschäden des vergangenen Winters.

Insbesondere Hackschnitzel-Anlagen lösen hierzulande zunehmend Öl- bzw. Gasheizungen ab, auch weil der Umbau technisch relativ einfach ist. Die Hackschnitzel (Pellets) sind außerdem ein günstiger und umweltfreundlicher Brennstoff, der direkt aus der heimischen Natur stammt. Insofern ist der ökologische Fußabdruck von Pellets in Sachen Lieferung und Erneuerbarkeit sehr gering, und moderne Hackschnitzel-Heizanlagen sind im Vergleich zu Heizanlagen für fossile Brennstoffe um ein Vielfaches umweltverträglicher.

Die CO2-Menge, die bei der Verbrennung von Hackschnitzeln freigesetzt wird, entspricht genau jener, die beim Wachstum der Hölzer in diese eingebunden wurde. Von Feinstaub und Stickstoff-Belastung hingegen ist dabei erst recht keine Rede. Durch den Einsatz des biogenen Energieträgers Holzhackschnitzel wird außerdem die wirtschaftliche Abhängigkeit von den schwindenden fossilen Brennstoffen reduziert. Das schafft eine größere Unabhängigkeit von Preisschwankungen und mehr energetische Zukunftssicherheit.

Wärmepumpen: Alles Gute kommt von unten

Eine weitere, in Südtirol immer häufiger zum Einsatz kommende Alternative der (Wärme-)Energiegewinnung in den eigenen vier Wänden sind Wärmepumpen. Dieses sehr energieeffiziente System nutzt die natürliche Wärme der Umgebung, um ein Gebäude kostengünstig zu beheizen bzw. zu kühlen sowie auch für Warmwasserbereitung. Mit den verschiedenen Arten der Wärmepumpe können Luft, Wasser und die Erde als Wärmequelle genutzt werden. Eine Wärmepumpe ist sowohl für Neubauten wie auch für Gebäude nach Umbauten bzw. Sanierungen geeignet. Diese Geräte sind zudem kosten- und platzsparend sowie sehr effizient – vorausgesetzt, dieses Heizsystem wird mit Niedertemperatur betrieben.

Welche Energiequelle beim Einbau einer Wärmepumpe zum Einsatz kommt, hängt von zwei entscheidenden Faktoren ab: dem Standort und dem damit verbundenen Kostenaufwand. Die größten Unterschiede treten bei der Wahl der Umweltenergiequelle auf. Denn während bei einer Luft-Wärmepumpe fast kaum zusätzlicher Technikaufwand erforderlich ist, müssen bei anderen Systemen auch eventuell notwendige Bohrungen mitbedacht werden. Dies kann etwa bei Erd-Wärmepumpen oder auch bei Wasser-Wärmepumpen notwendig sein.

Egal, für welches System Sie sich auch entscheiden: Setzen Sie auf jeden Fall auf eine umfassende Expertenberatung. Dies gewährleistet, dass Sie später von unliebsamen Überraschung verschont bleiben und so mit reinem Gewissen und viel Freude die wohlige Wärme genießen können.