Exterior Design - 5. Mai 2019
Hol den Sommer in dein Zuhause!

Ob in Badehose, Bikini oder Tanga – es gibt nichts Schöneres als die Abkühlung in den eigenen vier „Schwimmwänden“. Vom Standort, über die Befließung bis hin zur Wartung eines Pools gilt es ein paar grundlegende Dinge zu beachten.

Welcher Pooltyp bin ich? – Diese Frage sollte sich all jene stellen, die an eine eigene Wellness-Oase sozusagen vor der Haustüre denken. Denn schon bei der Bauart eines Schwimmbades für zuhause, ist die Auswahl groß: Die kostengünstigste Variante sind noch immer Aufstellpools. Dafür muss kein Loch im Garten ausgehoben werden, der Auf- und Abbau kann saisonal geplant werden. Außerdem erwärmt sich das Wasser darin schneller – vor allem mit Babys bzw. kleinen Kindern, die oft stundenlang planschen wollen, ein weiterer Vorteil.

Einbaupools hingegen punkten mit Variabilität in der Gestaltung (Form, Tiefe, Einstiege) und dem „Urlaubsfeeling“ am Beckenrand. Hier gilt es sich zu entscheiden, welche Bedürfnisse erfüllt werden sollen: Ein Sportpool sollte mehr als nur zwei Schwimmzüge ermöglichen, ein Entspannungspool ein Ort der Ruhe sein und ein Planschpool ein sicherer Ort für die kleinsten Wasserratten.

Sowohl bei Aufbau-, wie auch Einbau-Pools  die Wahl der Verkleidung der nächste Schritt. Ein Stahlmantelbecken ist sehr preisgünstig und montageleicht, aber nicht so schick wie ein Betonbecken, bei dem mit Fließen und Steinen eine ganz andere Optik erzielt wird. Hier lassen sich auch architektonisch ganz individuelle Lösungen finden. Ob Muster, Farben oder spezielle optische Effekte – die Zeit der „Einheitsbefließung“ ist vorbei.

Seit einigen Jahren werden im Schwimmbadbau übrigens auch Styroporsteine als Alternative zu Schalungssteinen aus Beton verwendet. Diese Bauweise hat den Vorteil, dass der Bau einfach und das Gewicht des Beckens reduziert ist. Allerdings sind Styroporbecken nur für den Erdbau geeignet.

Keine Randerscheinung – der Poolrand

Rutschfestigkeit sollte da oberste Gebot bei der Beckenrandgestaltung sein. Dafür gibt es im Handel spezielle „Beckenrandsteine“, die aufgrund der Zusetzung von gewaschenen Kies mit einer wellenbrechender Schwappkante und Quarz-Silizium-Marmor mit gebürsteter Oberfläche eine besonders rutschfeste Funktion haben. Außerdem gibt es im gut sortierten Fachhandel auch Randsteine aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit spezieller Beschichtung. Abgesehen davon geht der Trend bei Beckenumrandungen zu wasserfesten Kombinationen aus Polymer- und Holzmaterialien. Das verleiht dem Aufenthalt am Pool eine besonders wohnliche Atmosphäre.

Ein Badevergnügen (fast) ohne Chemie

Die Wasseraufbereitung ist immer ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Entscheidend für eine optimale Wasserqualität sind folgende Punkte: Die Filteranlage muss auf die Beckengröße abgestimmt sein. Zudem gilt: Der komplette Beckeninhalt sollte mindestens zweimal am Tag umgewälzt werden. Eine konsequente Wartung der Beckenhydraulik spart hier Geld, denn eine schlechte Beckendurchströmung kann auch Algenbefall auslösen.

Außerdem sollte großer Wert auf die Desinfektion des Poolwassers gelegt werden. Durch Umwelteinflüsse gelangen Schmutz, Keime und Bakterien ins Wasser. Mit den richtigen Desinfektionsmitteln werden Mikroorganismen im Wasser abgetötet. Ab einer Wassertemperatur von 20° Celsius vermehren sich diese besonders schnell. Für die Wasserpflege eignen sich folgende Mittel: Chlor in Form von Granulat oder A, Aktivsauerstoff (sanfte Alternative zu Chlor) und Brom (chlorQfrei).

Bio-Pools und Naturbadeteiche sind hier eine trendige Alternative. Die Reinigung und Aufbereitung des Wassers übernimmt in derartigen naturbelassenen Schwimmbecken Mutter Natur selbst –  indem spezielle Pflanzen in einem eigens abgeteilten Reinigungsbereich das Wasser säubern – völlig biologisch. Der Vorteil: Sorgenfreies Baden für all jene,  die auf chemische Reinigungsmittel verzichten wollen.