Exterior Design - 26. August 2018
Hightech zum Durchschauen

Fenster prägen nicht nur den Gesamteindruck eines Hauses, sondern auch die Wohnatmosphäre. Dabei hat die Fenstertechnik beeindruckende Fortschritte gemacht, die sich in einer großen Funktionsvielfalt widerspiegelt.

An moderne Fensterelemente stellen sich zahlreiche Anforderungen. Sie sollen die Wärme im Haus halten, gleichzeitig möglichst groß sein und daher viel Licht in die Räume lassen, ganz nebenbei noch störende Geräusche abhalten und Einbrechern das Leben so schwer wie möglich machen. Um all diesen Aufgaben gerecht zu werden, haben sich Fenster im Laufe der Zeit zu echten Hightech-Produkten entwickelt.
Dabei haben sich die Materialien, die heute für den Fensterbau eingesetzt werden, im Vergleich zu früher kaum verändert. Rahmen entstehen nach wie vor aus Holz, Aluminium oder Kunststoff. Die Verglasung besteht nach wie vor aus Glas. Und auch die Befestigung im Mauerwerk erfolgt noch immer mithilfe entsprechender Mauerwerksanker. Allerdings werden die Materialien anders verarbeitet. Um eine hohe thermische Qualität zu erzielen, sind integrierte, luftgefüllte Kammern und thermische Trennungen beim Fensterrahmen heute Standard. Bei der Verglasung sorgen mehrere Scheiben, innovative Füllungen und nicht sichtbare Beschichtungen auf dem Glas dafür, dass noch mehr Wärme im Rauminneren gehalten wird. Und nicht zuletzt wird auch beim Einbau heute stärker darauf Wert gelegt, dass der Wandabschluss optimal und luftdicht ausgeführt ist. Moderne Fenster erzielen somit bestmögliche Werte beim Wärmeschutz sowie auch bei den weiteren Funktionen, die von ihnen gefordert werden.

Das richtige Fenster für jeden Anspruch
Neben der reinen Technik muss das Fenster auch zum jeweiligen Anwender und zur jeweiligen baulichen Situation passen. Verschiedene Öffnungsarten für die unterschiedlichen Einbausituationen schaffen die optimale Fensterlösung. Dabei ist das Dreh-Kipp-Fenster in der Fassade die am weitesten verbreitete Variante.

Automation für hohen Komfort
Um einen möglichst hohen Komfort für die Bewohner zu erzielen, lassen sich moderne Fenster heute auch in die Hausautomation mit einbinden. Die Fenster können dann über eine intelligente Steuerung automatisch schließen, wenn schlechtes Wetter im Anzug ist, oder von selbst öffnen, um die notwendige Lüftung sicherzustellen. Außerdem können die Hauseigentümer von unterwegs jederzeit prüfen, ob die Fenster geschlossen sind, was ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor ist. Technisch ist somit bei Fenstern nahezu alles möglich. Gute Beratung über ein Fachunternehmen stellt dann schließlich sicher, dass für jeden Einzelfall die richtige Lösung gefunden wird.

Der richtige Rahmen
Bei den Fensterrahmen ist zu beobachten, dass die modernen Elemente heute etwas dicker sind als noch vor einigen Jahrzehnten. Der Grund dafür ist einfach: Bestanden die Fenster in früheren Zeiten aus einer einzelnen Glasscheibe, kombinieren sie heute mehrere Scheiben zu Verbundmaterialien. Die Zwischenräume sind mit isolierenden Gasen gefüllt, um eine möglichst gute Dämmwirkung zu erzielen.
All das braucht seinen Platz. Da die Fensterelemente allerdings in jedem Fall schlanker als das Mauerwerk bleiben, in das sie eingesetzt werden, ist diese größere Stärke kein Problem.

Die Verglasung
Beim Fenster ist die Verglasung der entscheidende Faktor. Immerhin stellt sie die beiden Hauptaufgaben des Fensters sicher: Licht in die Wohnung lassen und eine Sichtverbindung nach außen herstellen. Moderne Verglasungen kombinieren diesen Grundanspruch mit einem hohen Maß an Wärme-, Einbruch- und Schallschutz. Vor allem der Wärmeschutz wurde in den vergangenen Jahrzehnten enorm verbessert.
Hocheffiziente Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasungen weisen weniger als ein Siebtel des Wärmeverlustes auf. Bei diesen Werten zahlen sich die Kosten für die neuen Fenster praktisch von selbst ab.