Bautipps - 19. November 2018
Fühlen Sie sich sicher!

Lärm und Aufmerksamkeit mögen Langfinger am allerwenigsten. Denn Einbrecher sind „ungeduldige“ Wesen: Schnell muss es gehen, was für sie zählt, ist größtmöglicher Ertrag bei geringstem Zeitaufwand. Nur knapp zehn Sekunden braucht ein professioneller Einbrecher, um in ein Haus zu gelangen – das haben deutsche Kriminologen ermittelt. Daher sollten Eigenheim-Besitzer beim Schutz der eigenen vier Wände vor allem ein Ziel haben: Einbrecher so lange wie möglich aufzuhalten. Oberstes Gebot ist dabei ein Alarmsystem. Deutsche Polizei-Studien zeigen: Fast die Hälfte der Täter lässt sich durch eine Alarmanlage vom Einbruch abhalten. Videoanlagen können ungebetene Besucher klar identifizieren. Außerdem zeigen die Zahlen auch Folgendes: Drei Viertel aller Wohnungseinbrüche betreffen Mehrfamilienhäuser. In diesen sind oft weder ausreichende Sicherheitsvorkehrungen noch sichere Schließ- und Alarmanlagen installiert.

Der Fachmann spricht daher – je nach der zugedachten Aufgabe – weniger von Alarmanlagen, sondern von Überfall- oder Einbruchmeldeanlagen. Diese Anlagen können auch kombiniert werden und sind als Ergänzung zu mechanischen beziehungsweise baulichen Sicherungseinrichtungen zu sehen.

Leicht nachrüstbar

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt auf jeden Fall. Allein die Reparaturkosten einer beschädigten Tür entsprechen dem, was man für ein einfaches Alarmsystem ausgibt. Eine solche Anlage besteht in der Regel aus Zentraleinheit, Sensoren und Alarmgebern (Sirene oder Meldesystem). Der Einbau ist keineswegs „kompliziert“. Es gibt neben den klassischen Draht-Alarmsystemen mittlerweile auch leistbare Funk-Alarmsysteme. Diese arbeiten ohne aufwendige Verdrahtung im Haus und können leicht nachgerüstet werden. Bei der Installation entsteht kaum Schmutz. Und es gibt noch einen Vorteil: Funksysteme lassen sich bei einer Übersiedlung mit geringem Aufwand mitnehmen.
Stark verbessert hat sich auch die Bedienbarkeit: Moderne Systeme lassen sich auch über Tablet oder Smartphone steuern, nicht nur über die Zentraleinheit direkt im Haus. Allerdings sollte hier großer Wert auf die Wartung gelegt werden: Die Batterien der Funk-Alarmanlage halten in der Regel zwei bis fünf Jahre. Normalerweise zeigen hochwertige Alarmanlagen den Zustand der Batterien an und warnen, wenn ein Wechsel nötig wird. Am einfachsten ist dies, wenn die Zentrale den Batterie-Zustand der Sensoren gesammelt überwacht.