Bautipps - 20. Mai 2018
Der beste Schutz für Ihr Zuhause: Alarmanlagen

Fenster, Türen, Bewegungsmelder, Alarmanlagen: Das Zusammenspiel dieser Teile macht aus Ihrem trauten Eigenheim auch ein sicheres Zuhause. Hier ein paar Tipps, worauf Sie unbedingt Wert legen sollten, um Einbrechern die Tour zu vermiesen.

Lärm und Aufmerksamkeit. Nein, das mögen Langfinger am allerwenigsten. Denn Einbrecher sind „rentabel“ denkende Wesen: Schnell muss es gehen, Aufwand und Ertrag zählen. Nur knapp zehn Sekunden braucht ein professioneller Einbrecher, um in ein Haus zu gelangen – das haben deutsche Kriminologen ermittelt. Genau diese Eigenschaften sind es auch, die ein Eigenheim-Besitzer beim Schutz der eigenen vier Wände nützen sollte. Oberstes Gebot in der Alarmsicherung ist also der bestmögliche Schutz der offensichtlichen Schwachstellen eines Gebäudes. Damit ist bereits ein hohes Maß an Abschreckung erreicht.

„Schütze Tor und Tür, das sag ich dir!“

Tatsache ist: So wie in alten Burgen und Festungsanlagen, ist auch bei Häusern der Eingang immer die erste Schwachstelle. Hier probieren es Eindringlinge oft zuerst. Legen Sie also Wert auf sichere Türen bzw. Torsysteme. Das beginnt bei einem stabilen Türblatt, geht über den fixierten Türrahmen und endet beim Schließsystem. Letzteres sollte immer eine Mehrfachverriegelung und einen Schutzbeschlag für den Zylinder haben.

Dass Qualität am meisten schützt, gilt zweifellos auch bei den Fenstern. Mehrfachverglasung und Sicherheitsbeschläge sollten oberstes Gebot sein. Außerdem mögen Diebe heruntergelassene Rollläden viel weniger als beispielsweise Jalousien. Bei Kellerfenstern, die von außen nur schwer einsehbar sind und damit Langfingern einen Sichtschutz bieten, empfehlen sich Gitter. Das sieht zwar nicht hübsch aus, ist aber sicher. Ebenfalls sollte vermieden werden, Fenster gekippt zu lassen. Das wirkt für Einbrecher wie ein Freibrief. Denn es gilt der Grundsatz: Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster.

Alarmanlagen rentieren sich in jedem Fall!

Bewegungsmelder sind durchaus sinnvoll, haben aber einen Haken: Sie können nicht zwischen einer Katze und einem Einbrecher unterscheiden! Sinnvoller ist da eine sanfte Dauerbeleuchtung der dunklen Bereiche mit Energiesparlampen. Deren Steuerung kann eventuell an eine Alarmanlage gekoppelt werden.

Und damit zum zentralen Begriff: Alarmanlagen. Deutsche Polizei-Studien haben bestätigt: Fast die Hälfte aller Täter lässt sich durch eine Alarmanlage vom Einbruch abhalten! Videoanlagen können dabei helfen, Besucher am Eingang klar zu identifizieren. Außerdem zeigen die Zahlen auch Folgendes: Drei Viertel aller Wohnungseinbrüche betreffen Mehrfamilienhäuser. In diesen sind oft weder ausreichende Sicherheitsvorkehrungen, noch sichere Schließ- und Alarmanlagen installiert. Der Fachmann spricht daher – je nach der zugedachten Aufgabe – weniger von Alarmanlagen, sondern von Überfall- oder Einbruchmeldeanlagen. Diese Anlagen können auch kombiniert werden und sind als Ergänzung zu mechanischen bzw. baulichen Sicherungseinrichtungen zu sehen.

Wobei das Kosten-Nutzen-Verhältnis auf jeden Fall stimmt.  Allein der Schaden durch eine kaputte Tür entspricht dem, was man für ein einfaches Alarmsystem ausgibt.

Eine solche Anlage besteht in der Regel aus Zentraleinheit, verschiedenen Sensoren und den Alarmgebern (Sirene oder Meldesystem). Auch der Einbau ist keineswegs „kompliziert“. Denn: Es gibt neben den klassischen Draht-Alarmsystemen mittlerweile auch leistbare Funk-Alarmsysteme. Diese arbeiten ohne aufwendige Verdrahtung im Haus und können leicht nachgerüstet werden. Es entsteht bei der Installation also kaum Schmutz – keine aufgebrochenen Wände oder lange Kabelkanäle. Und es gibt noch einen Vorteil: Funksysteme lassen sich bei einer Übersiedlung mit geringem Aufwand mitnehmen.

Damit verbunden ist eine einfache Bedienung: Moderne Systeme lassen sich auch über Tablet oder Smartphone steuern, nicht nur über die Zentraleinheit direkt im Haus. Allerdings sollte hier großer Wert auf die Wartung gelegt werden: Die Batterien der Funk-Alarmanlage halten in der Regel zwei bis fünf Jahre. Normalerweise zeigen hochwertige Alarmanlagen den Zustand der Batterien an und warnen, wenn ein Wechsel nötig wird. Am einfachsten ist dies, wenn die Zentrale den Batterie-Zustand der Sensoren gesammelt überwacht.

Die Drei-Klassen-Gesellschaft der Systeme

Sichere Alarmanlagen sind außerdem   nach einer DIN-Norm zertifiziert. Hier gibt es folgende Klassen:

  • Klasse A: Schutz für Wohnobjekte und Personen
  • Klasse B: Gewerbeobjekte, öffentliche Gebäude und Wohngebäude mit erhöhter Gefährdung
  • Klasse C: wie Klasse B, jedoch mit sehr hoher Gefährdung.

Fachmännische Beratung hilft bei dieser Klassifizierung. Ebenso wie beim Zusammenspiel des gesamten Sicherheitskonzepts.  Denn die beste Alarmanlage nützt nichts, wenn einem Einbrecher Tür und Tor offen stehen.