Bautipps - 18. Dezember 2017
Das ideale Raumklima im Winter

Zum Wohlbefinden im eigenen Haus bzw. in der eigenen Wohnung trägt das ideale Raumklima bei. Dazu gehören neben der richtigen Temperatur, auch die Luftfeuchtigkeit und die Luftqualität.

Der Winter ist angekommen, die Heizungen werden hochgedreht. Zu hohe Raumtemperaturen steigern jedoch nicht nur das Erkältungsrisiko: Sie kosten darüber hinaus eine Menge Energie und Geld. Pro Grad weniger spart man im Schnitt um die sechs Prozent Heizkosten, sagen Experten. Die perfekte Raumtemperatur in Räumen in denen man sich tagsüber aufhält, sollte darum im Idealfall zwischen 20 bis 23 Grad liegen. Nicht darüber.

Die richtige Luftfeuchtigkeit

Auch eine ideale Luftfeuchtigkeit ist wichtig. Ideal heißt, wenn sie weder die Gesundheit negativ beeinflusst, noch an der Bausubstanz Schaden anrichten kann. Sowohl eine zu hohe, als auch eine zu niedrige Raumfeuchte wirkt sich negativ auf die menschliche Gesundheit aus. Außerdem kann sich bei zu viel Wasserdampf in der Luft an kalten Stellen im Raum Kondenswasser sammeln, wodurch es zur gefürchteten Schimmelbildung kommen kann. Schimmel ist nicht nur ein unschöner Makel.  Die Sporen des Schimmelpilzes sind auch gesundheitsschädlich.

 

Doch auch das umgekehrte Phänomen ist schädlich: Enthält die Raumluft nämlich zu wenig Feuchtigkeit, führt das zu Haut- und Schleimhautreizungen. Die Augen röten sich und beginnen zu tränen. Die Nase wird trocken und bei dauerhaft niedriger Feuchte werden die Immunkräfte so geschwächt, dass es vermehrt zu Erkältungen kommt.

Gerade auch aufgrund dieser gesundheitlichen Risiken   ist es notwendig, sowohl bei einem zu niedrigen als auch bei einem zu hohen Feuchtigkeitsgehalt Gegenmaßnahmen zu ergreifen, etwa einen Raumluftbefeuchter aufzustellen. Auch Zimmerpflanzen sorgen für ein besseres Raumklima. Und wenn nichts mehr hilft, dann gibt es spezialisierte Unternehmen, die Probleme mit der richtigen Luftfeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden schnell und unkompliziert lösen.

Für die Luftfeuchte in Wohnräumen gibt es übrigens Orientierungswerte. Hier werden in der Regel 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte empfohlen. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich dabei ganz einfach mit einem handelsüblichen Hydrometer messen. Auch wenn diese Geräte nicht so genau messen wie die Ausrüstung eines Profis, so geben sie doch eine gute Orientierungshilfe, ob in Sachen Raumluft daheim alles in Butter ist.

Schadstoffe verringern

Doch es gibt weitere potenzielle Problemquellen: Schadstoffe in der Raumluft etwa können heutzutage fast nicht mehr vermieden werden. Es gibt eine Vielzahl von Quellen: Kamine, Gasherde, Baustoffe, Teppiche, Möbel, Haushaltschemikalien, Tabakrauch und Abgase von außen, um nur einige Beispiele zu nennen. Durch gezielte Maßnahmen kann man schädliche Stoffe in Innenräumen jedoch verringern.

Bei Gasherden kann man beispielsweise eine Dunstabzugshaube anbringen, die Schadstoffe, in dem Falle Stickoxide, nach außen ableitet, und keine mit Umluftbetrieb. Auch regelmäßiges Lüften verbessert die Raumluft.

Der Sauerstoffanteil in frischer Atemluft liegt bei etwa 21 Prozent und der Kohlendioxidanteil bei nur 0,04 Prozent. Dass der Kohlendioxidanteil in ausgeatmeter Luft deutlich höher ist, kann sich in geschlossenen Räumen mit einer Vielzahl von Menschen bemerkbar machen. Eine wirkliche gesundheitliche Gefährdung droht dann nicht. Allerdings kann beispielsweise durch einen erhöhten CO²-Anteil die Konzentrationsfähigkeit leiden. Man fühlt sich eventuell müde. Ein ausreichender Luftaustausch ist deshalb ebenfalls für ein gutes Raumklima wichtig.