Interior Design - 29. Juli 2018
Das Bad als Wohnzimmer

Wellness für Zuhause: Badezimmer sind längst mehr als eine geflieste Nasszelle mit fließendem Wasser. Denn mit den richtigen Wohlfühlfaktoren in der hauseigenen „Badewelt“ tanken Sie Kraft für den Alltag. Und die vielen Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung geben Ihrem Bad dabei eine ganz besondere Note.

Ein Ort der Entspannung, der eleganten Meditation und des Rückzugs in sein privates Inneres: Wer heute ein Badezimmer neugestaltet oder renoviert, wird schnell feststellen, wie zentral dieser Raum in einem modernen Eigenheim geworden ist. Denn längst ist das Bad zu einem der wichtigsten Refugien geworden, zu einer intimen Badezimmerwelt.

Dies beginnt schon beim wesentlichsten Element der baulichen Gestaltung – der Badezimmer-Architektur. Denn immer mehr ist es zur Mode geworden, das Badezimmer als einen – auch vorzeigbaren – Teil der Wohnung zu gestalten und zu nutzen. Erreicht wird dies durch eine zentralere Position und fließende Übergänge zu den angrenzenden Wohnräumen. Großräumig angelegt, sollte hier der Mut zu großen Flächen nicht fehlen. Dabei sind die Badezimmer-Anbieter längst abgerückt von den nüchternen Einheitsfliesen, sondern nutzen das Zusammenspiel unterschiedlichster Materialien und Formen.

Möbel und Materialien im Zusammenspiel

„Costumizing“ nennt sich dieser Trend, der es ermöglicht, sämtliche Oberflächen einer Badezimmerwelt ganz nach Wunsch zu veredeln und damit ein Bad zu erschaffen, das sich so mit keinem anderen vergleichen lässt. Hier sind es vor allem die Badewannen oder gläserne Nasszellen, die vermehrt gut sichtbar im Raum positioniert werden, gerne auch als freistehende und schwellenlose „Hingucker“. Dabei finden sich in den Hersteller-Angeboten auch durchaus futuristisch anmutende Gestaltungselemente aus Glas – beispielsweise eine milchgläserne Badewanne, die von innen beleuchtet werden kann.

Aber auch Materialien wie Holz, Schiefer oder Granit machen schlichte Duschen, Badewannen oder Waschbecken zu echten Objekten der Begierde. Überhaupt setzen die Hersteller wieder zunehmend auf Naturprodukte. Sisal, Leinen oder Bambus dominieren vor allem bei der Gestaltung der Badezimmeraccessoires. Hier sind der allerneueste Trend wasserfeste Badezimmertapeten, die in unzähligen Mustern oder mit vielfältigen Drucken erhältlich sind.

Der Blick in die Vergangenheit ist vor diesem Hintergrund einer der offensichtlichsten Trends für das Badezimmer 2018. Stauräume im Vintage-Stil sind ebenso en vogue wie Möbelstücke im Retrolook, die mit starken Farben meist ganz bewusst einen Gegensatz zur modernen Raumgestaltung und technischen Ausstattung bilden. Denn auch im Bad dominieren längst die „smarten“ Helferlein.

Home-Wellnessen per Smartphone

Über das Smartphone bzw. eigene Apps steuerbare LED-Beleuchtungskonzepte sind hier ebenso möglich, wie das Abspielen der Lieblingsmusik aus unsichtbar verbauten Boxen. Ja, selbst Spiegel mit Antibeschlag-Effekt und Emotion-Funktionen sind keine „Luxusspinnereien“ mehr – und lassen den bisweilen tristen Arbeitsalltag wohltuend ausklingen. „Smart“ ist ist mittlerweile übrigens auch die Dusche. Denn spezielle Wassermassagen – kombiniert mit bestimmten Licht- und Soundeffekten – lassen sich ebenfalls mittels spezieller Apps programmieren. Und da sage noch einer, er/sie brauche im Bad nur fünf Minuten.