Bautipps - 1. Oktober 2018
Da geht ein Licht auf!

Betont schlicht oder aufwendig kunstvoll. Licht ist nicht nur Licht, sondern will auch inszeniert werden. Hier ein paar Gestaltungstipps zum Thema Lampen, Leuchtkörper und Co.

Grundlegend gilt: Mit einem durchdachten Beleuchtungskonzept lassen sich in jeder Wohnung bzw. in jedem Haus die richtigen Akzente setzten. Neben der Wahl der Lichtquelle ist hier vor allem die Gestaltung der Leuchtkörper entscheidend. Nicht ohne Grund sind Lampen also eine wichtige Spielwiese für Designer und Innenraumgestalter. Denn Licht strahlt nicht einfach nur von der Decke, der Wand oder aus dem Boden, sondern will gelenkt und inszeniert werden.

Insbesondere in kleinen Räumen oder bei einer minimalistischen Einrichtung wird aus dem „Accessoire“ Lampe ein wichtiger Akzentgeber. Hier bringt das richtige Design gewissermaßen die Augen des Betrachters zum Leuchten.

Glaskörper, raffinierte Metallstreben, Rahmen aus Holz, Chrom oder Acryl sind genauso möglich wie die kunstvolle Verkleidung mit Stoffen oder filigranen Strukturen aus Rattan oder sogar Pappe. Wichtig ist dabei der Mut zu einer gewissen Portion Extravaganz. Wer diese zur Spitze treiben will, kann auch eigene Leuchtkörper gestalten lassen, in denen Lichtquelle und Lampe sozusagen verschmelzen.

Steigender Beliebtheit erfreuen sich übrigens auch Klassiker wie die Hängeleuchte. Oftmals als „uninspiriert baumelnder Staubfänger“ verschmäht, bietet diese Lampenform vor allem die Möglichkeit, beispielsweise im Ess- oder Wohnbereich das Licht behaglich zu steuern. Allerdings sollte eine Hängelampe niemals die einzige Lichtquelle im – rundum eher dunklen – Raum sein; vielmehr sollte das Zusammenspiel mit versteckten Spots oder anderen Leuchtelementen in der Decken gesucht werden. Ein Dimmer kann hier zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten in Sachen Gemütlichkeit bieten. Denn wie immer gilt: Das beste Design ist verschwendete Liebesmühe, wenn die Inszenierung floppt.